Selamat Siang!

Bali - über kaum ein Reiseziel kann man so viele Reiseberichte, Blogs, Vlogs oder Instagramprofile finden. All die Bilder und Videos haben auch in uns Fernweh geweckt. Die Sehnsucht nach dem Meer, Sonne, dem Lebensgefühl auf Bali und dem grün der Reisterassen, Palmen und Frangipanibäume ist irgendwann so groß geworden, dass es auch uns auf die Insel der Götter gezogen hat.

 

Die Erwartungen waren groß, viele Reisende haben immer wieder von ihrer "Bali-Liebe" berichtet, der Leichtigkeit, dem besonderen Lebensstil und der Herzlichkeit der Balinesen, andere waren enttäuscht von der indonesischen Insel und können den Hype um Bali nicht verstehen.

Nach unserer Reise können wir beide Seiten nachempfinden, wir finden Bali toll, haben uns wahnsinnig wohl gefühlt, haben aber auch negative Erfahrungen gemacht. Wir hatten mehrere Stopps auf unserer Reise, manche Orte haben wir geliebt, manchen hätten wir am liebsten direkt nach der Ankunft wieder den Rücken gekehrt, aber auch solche Tage gehören zum Reisen dazu und machen den Erfahrungsschatz größer.

 

 

Die ersten acht Tage waren wir gemeinsam mit einer Gruppe Backpacker aus aller Welt (allerdings mehrheitlich aus dem deutschsprachigen Raum) über den Veranstalter "Wanderlands" unterwegs, unsere Route hat von Kuta über Ubud auf die Gili Inseln geführt, von Gili Trawangan sind wir dann zu zweit weiter über Nusa Lembongan und Nusa Penida zurück nach Bali auf die Bukit Halbinsel, wo wir die letzten Tage am Bingin Beach verbracht haben.

 

Gegessen haben wir in Restaurants, günstigen Warungs und auf Nachtmärkten, das Essen war durchweg lecker und preiswert, nach einiger Zeit allerdings auch etwas eintönig, die Speisekarten bestehen im Prinzip immer aus den gleichen Gerichten, 4-5 indonesische oder balinesische Spezialisten, Burger, Sandwiches und Pizza. Aber auch internationale Küche, insbesondere mexikanische und italienische, lässt sich nahe der Touristenzentren finden.

 

Die zur Verfügung stehenden Transportmittel haben wir so gut wie alle genutzt, insbesondere bei Taxi-Fahrten lohnt es sich, sich vorher zu informieren, welcher Preis für die anstehenden Strecke als üblich anzusehen ist, es sollte auf ein Taxameter geachtet werden oder vorher ein Festpreis vereinbart werden, feilschen lohnt sich immer! Als fair gilt auf Bali die Blue Bird Group, welche an sämtlichen Häfen, Touristenzentren oder Anlaufstellen zu finden ist. 

 

Bei der Buchung von Bootsfahrten lohnt es sich während der Hauptsaison im Sommer diese vorher zu buchen, allein um sicherzustellen, dass man die Überfahrten auch zu den gewünschten Zeiten machen kann und nicht auf einer der Inseln festsitzt, die Strecke Bali - Nusa Lembongan allerdings wird von so vielen Gesellschaften angeboten, dass sich diese auch leicht vor Ort buchen lässt.

 

In der Nebensaison haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir für die von Deutschland gebuchten Überfahrten viel zu viel ausgegeben haben, wenn der Andrang vor Ort nicht so groß ist, zahlt man beispielsweise für die Strecke Gili Trawangan - Bali oder Gili Trawangan - Nusa Lembongan nur einen Bruchteil des Preises den wir vorab gezahlt haben.

 

Noch einen kleinen Tipp zu der Fahrt auf die Gilis: Lasst euch nicht von den schlechten Bewertungen bei Tripadvisor oder anderen Portalen abschrecken, so schlimm wie beschrieben sind die Fahrten für uns nicht gewesen, besonders mit dem Anbieter Eka Jaya haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Solltet ihr schnell seekrank werden, sind Reisetabletten natürlich das A und O.

 

Auch solltet ihr einige Stunden mehr einplanen als angegeben sind - "Balitime"!

Umgebung

 

Bali ist eine zu Indonesien gehörende Insel im Indischen Ozean und eine der touristischen Gegenden in Südostasien. Sie liegt zwischen Java und Lombok, zur Provinz Bali gehören neben der Hauptinsel noch die kleineren Inseln Nusa Lembongan, Nusa Penida und Nusa Ceningan.

 

Die Berge Balis sind größtenteils vulkanischen Ursprungs und bedecken ca. 75% der gesamten Inselfläche. Der größte Vulkan der Insel ist der Gunung Agung ("Großer Berg") mit 3031 m und für die Balinesen der Sitz der Götter und Pol des balinesischen Koordinatensystems.

 

Zwischen Bali und Lombok verläuft die sogenannte Wallace-Line, eine tiefe Meeresstraße, die eine Trennlinie zwischen asiatischer und australischer Flora und Fauna darstellt und seit langer Zeit besteht, so dass sich die Inseln landschaftlich stark unterscheiden.

 

Land und Leute

 

89% der Bevölkerung Balis sind Balinesen, der Rest besteht aus kleinen javanesischen und chinesischen Gemeinden, viele Menschen kommen aber auch von den Nachbarinseln zum arbeiten auf die Insel der Götter.

 

Bali ist die einzige Insel Indonesiens und einzige Region außerhalb Nepals, Mauritius´ und  Indiens mit einer hinduistischen Mehrheit, die meisten Balinesen bekennen sich zur Hindu-Dharma-Religion, der spezifisch balinesischen Glaubensform des Hinduismus.

 

Das Praktizieren des Glaubens, tägliche Zeremonien und die Bereitung von Opfergaben stehen im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens und begleiten die Balinesen von der Geburt bis zu ihrem Tod und darüber hinaus.

 

Jedes Dorf beheimatet mindestens drei Tempel, den Ursprungstempel (Pura Puseh), den Tempel der Ratsversammlung (Pura Desa) und den Todestempel (Pura Dalem), sie bestimmen das Ortsbild und sind die Zentren des dörfischen Lebens, als "Nicht-Hindu" ist es allerdings in der Regel verboten, sich einen Tempel von innen anzusehen, was unbedingt zu respektieren ist, ebenso sollten auch die Kleiderordnungen einhalten werden. 

 

Wir haben die Balinesen als sehr herzliches Volk kennengelernt, besonders außerhalb der großen Touristenströme. Bei unserem Tag in Kuta haben wir uns allerdings nicht sehr wohl gefühlt, hier bestimmt das Geld den Ton - Einfach versuchen nicht auf die aufdringlichen Händler einzugehen!

Ankunft in Kuta

 

Reizüberflutungsgrad: 100%

 

Kuta ist das Touristenzentrum Balis und quasi das El Arenal der Australier. Hätten wir selbst einen Ankunftsort für unsere Reise wählen können, hätten wir Kuta sicher nicht gewählt, eine interessante Erfahrung war es aber allemal. Kuta ist vollgestopft, laut, dreckig und voller partywütiger Touristen, aber es hat auch charmante kleine Restaurants, einen Strand, der sich gut für Surfanfänger eignet (besonders gut in Legian) und ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins unmittelbare Umland.

 

Da wir in der Nebensaison nach Indonesien gereist sind, war auch der Strand nicht so überfüllt, wie es beispielsweise von Juli bis September der Fall ist, wir hatten einen richtig guten Surftag, ne tolle Party und haben uns einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand ansehen können.

 

Kuta ist nicht so schlimm wie sein Ruf, mehr als einen Tag würde ich allerdings nicht bleiben....

 

Von dort aus haben wir einen Ausflug zum Pura Tanah Lot, dem Meerestempel gemacht, er liegt auf einer Felsspitze im Meer und bietet eine tolle Kulisse, auf dem Fußweg ist er leider nur bei Ebbe zu erreichen.

 

Am Fuße des Tempelfelsens befindet sich eine kleine Höhle, der eine Süßwasserquelle entspringt, diese gilt als heilig und wird immer von Priestern bewacht. Gegenüber des Pura Tanah Lot, am Festland, ist die "Ulan Suci" zu finden, die Höhle, in der sehr giftigen Schlangen leben, die ebenfalls als heilig gelten aber angeblich noch nie jemanden gebissen haben.

 

Aber keine Angst:  Auch diese Höhle wird bewacht, man kann sich die Schlangen nur gegen ein Entgelt ansehen, es besteht also keine Gefahr.

 

Ubud

 

Nach recht anstrengenden zwei Nächten in Kuta ging die Reise für uns weiter nach Ubud, das grüne Herz Balis.

 

Ubud ist das künstlerische und spirituelle Zentrum Balis, hier befinden sich Yoga-Zentren, Spas, Tempelanlagen, der Campuhan Ridge Walk und in der näheren Umgebung die berühmtesten aller Reisterassen in Tegalalang. Wir haben drei Nächte in einem wirklich tollen und empfehlenswerten Hostel verbracht, dem Puri Garden im Zentrum Ubuds. Das Ambiente hat uns einfach umgehauen, wir haben selten ein so schönes Hostel gesehen, on top kann man jeden morgen an einer kostenlosen Yogastunde teilnehmen.

 

Während der drei Tage in Ubud haben wir eine balinesische Grundschule besucht, was für alle ein besonderes Erlebnis war. Die Kinder haben uns so herzlich empfangen, uns kleine "Liebesbriefe" geschrieben und uns einen typischen Tanz gezeigt. Es war schön, einen kleinen Einblick in das Leben der einheimischen Kinder zu bekommen, auch wenn diese natürlich vorbereitet auf unseren Besuch waren.

 

Den Monkeyforest haben wir bewusst ausgelassen, dafür aber viel Zeit in den Reisterassen verbracht - wahnsinnig beeindruckend. Für einzelne Teile der Reisterassen von Tegalalang muss man eine "Spende" als Eintritt entrichten, meist gibt man sich dort aber auch mit den kleineren Scheinchen zufrieden....

 

Da die Reisterassen eine der Hauptsehenswürdigkeiten auf Bali sind, ist dort einiges los, früh oder spät dort sein lohnt sich also, auf der linken Seite der Anlage werden alle geführten Touristengruppen durchgeschleust, auf der rechten Seite ist es ruhiger, entspannter und es gibt nicht mehr ganz so viele "Mautstationen".

 

Obwohl man schon so viele Bilder gesehen hat und so viel über diese uralten Reisterassen gehört hat, ist es doch wahnsinnig beeindruckend, wenn man endlich selbst davorsteht und das endlose grün genießen kann.

 

Im Umland befinden sich auch einige der Kaffeeplantagen, in denen der berühmte und teuerste Kaffee der Welt "Kopi Luwak" produziert wird. Dieser Kaffee wird aus dem Kot von Schleichkatzen hergestellt, ja genau aus dem Kot!

Die Schleichkatzen essen reife rote Kirschen, deren Kerne von den Katzen wieder ausgeschieden werden, diese werden dann gesäubert und zu Kaffee weiterverarbeitet. Was irgendwie komisch klingt, ist eigentlich ganz interessant, bei einer Besichtigung wirst du recht kurz durch die Plantage geführt und anschießend kannst du verschiedene, wirklich leckere Kaffees und Tees mit einem schönen Blick über die Plantage probieren. Für einen solchen Stop müsst ihr allerdings nicht mehr als eine Stunde einkalkulieren.

 

Plant Ubud unbedingt in eure Reise ein, genehmigt euch eine Massage in einem der guten traditionellen Spas und nehmt euch genügend Zeit für die Reisterassen oder einen Spaziergang durch Ubud und das Umland.

 

Gili Inseln

 

Unsere Reise ging nach den Tagen in Ubud weiter auf die Gilis, eine kleine Inselgruppe vor der Küste Lomboks, bestehend aus den Inseln Gili Meno, Gili Air und Gili Trawangan, auf der wir die meiste Zeit verbracht haben. Die Überfahrt auf die Insel hat ca. 2 Stunden gedauert, wir hatten relativ ruhige See und konnten sogar an Deck sitzen, es kommt allerdings auch vor, dass die Fahrt zu den Gilis ungemütlich und wacklig ist.

 

Uns haben die Gilis leider überhaupt nicht gefallen, möglicherweise waren wir aber auch zu erwartungsvoll. Dass Indonesien ein großes Müllproblem hat, war uns bekannt und ist uns teilweise auch schon auf Bali aufgefallen, auf Gili Trawangan allerdings gleicht jedes noch ungenutzte Grundstück einer Müllhalde, hinzu kommt recht unangenehmer Geruch in der "Haupt- und Partystraße". Die einzigen Verkehrsmittel auf der Insel sind Fahrräder oder Pferdekutschen, klingt erstmal ganz gut, leider haben wir während der drei Tage auf Trawangan nur ein einziges Pferd gesehen, das halbwegs ernährt aussah und nicht drohte, bei jeder weiteren Bewegung unter der Hitze zusammenzubrechen.

 

Die Insel ist klein und für Rucksackreisende ist es in der Regel auch möglich ohne die Nutzung des Pferde-Taxis zur Unterkunft zu kommen.

 

Besonders bekannt sind die Gilis für die umliegenden Tauch- und Schnorchelreviere, überall werden Touren angeboten und es gibt mehrere Tauchschulen auf Gili Trawangan. Wir hatten uns besonders darauf gefreut, Schildkröten sehen zu können, aber manchmal ist einfach der Wurm drin und wir konnten auf unserer Schnorcheltour lediglich ein paar kleine Fische beobachten.

 

Aber natürlich konnten wir den Gillis auch positives abgewinnen: Es gibt tolle Sonnenuntergänge, gute Restaurants und chillige Bars und hier und da auch wirklich schöne und ruhige Plätzchen am Strand.

 

Also: Solltet ihr genug Zeit für eure Reise nach Bali haben, oder sollte eure Reise weiter nach Lombok gehen, plant einen kurzen Besuch ein, sollte eure Zeit aber wie unsere begrenzt sein, würde ich persönlich dazu raten, auf Bali zu bleiben oder aber die schönen Nusa-Inseln zu besuchen, die uns viel besser gefallen haben.

 

Nusa Inseln

 

Nusa Lembongan und Nusa Ceningan

 

Nusa Lembongan ist die touristischste der drei Inseln und ist über die bekannte "Yellow Bridge" mit Nusa Ceningan verbunden. Bali und Lembongan trennt eine 30 minütige Speedboat-Fahrt, die sich in jedem Fall lohnt. Die Nusa-Inseln sind größtenteils noch sehr ursprünglich und entspannt, aber auch dort setzt der "Boom" langsam ein und wir sind froh, dieses kleine Paradies noch vorher gesehen zu haben.

 

Auf der Insel leben ca. 5.000 Menschen, die Hauteinnahmequellen sind der Tourismus, der Algenanbau und die Fischerei. Es gibt tolle Sandstrände, bekannte Surfspots und dichte Mangrovenwälder, sowie einige Aussichtspunkte und das Naturschauspiel des Devils Tear zu bestaunen. 

 

Wir haben uns die meiste Zeit mit dem Roller fortbewegt, die Straßen sind etwas gewöhnungsbedürftig und für deutsche Verhältnisse wohl eher schlechte Feldwege, der Verkehr allerdings ist vergleichbar ruhig und wenn ihr etwas Erfahrung habt, solltet ihr keine größeren Probleme bekommen. 

 

Am Abend ist nicht viel los auf der Insel, es geht ruhiger zu als auf der großen Schwester Bali, alles ist zurückhaltender, chilliger, man kann die Batterien wieder aufladen.

 

Kleiner Tipp: Das Essen im Warung Mama Mia in der Nähe der Yellow Bridge ist super lecker, der Blick auf Ceningan und das Meer, sowie das passende Ambiente machen aus dem Restaurant ein kleines Juwel.

 

Nusa Penida

 

Wow, wow, wow - Nusa Penida hat uns umgehauen.

 

Von der Yellow Bridge aus sind wir mit einem kleinen Boot rüber nach Nusa Penida übergesetzt, wo wir uns am Hafen einen Roller für umgerechnet 6€ pro Tag ausgeliehen haben. 

 

Nusa Penida ist die größte der drei Inseln, der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen und wenn man sich gerade nicht auf den üblichen Touristenrouten über die Insel bewegt, kann es vorkommen, dass man gar nicht in Berührung mit anderen Reisenden kommt.

 

Für uns ist Nusa Penida ein kleines Paradies, die Landschaft ist atemberaubend, es gibt überall auf der Insel Aussichtspunkte, fast menschenleere Strände und unheimlich freundliche Einheimische. Man ist umgeben von Natur und einem ganz besonderen Spirit - Wir wären gerne ein paar Tage länger geblieben.

 

Die Wegstrecken sollten allerdings nicht unterschätzt werden, zwischen den bekannten Punkten an der Küste gibt es in der Regel keine Verbindungsstraßen und meist hat man noch recht beschwerliche Fußwege, Abstiege oder Aufstiege vor sich, um zu den gewünschten Stränden, Wasserfällen oder Aussichtspunkten zu kommen. Aber alleine die Fahrt über die Insel ist ein Highlight.

 

Unser absoluter Lieblingsort: Tembeling Bay - Bis man zu dieser kleinen, unbedingt sehenswerten Bucht kommt, hat man einen Fußweg von ca. 3 km zu meistern, der durch den Tembeling Forest führt, einen Urwald, der von uralten Bäumen gesäumt ist. Gelegentlich trifft man ein paar Affen oder passiert eine der am Weg liegenden kleinen Tempelanlagen. Angekommen hat sich bei uns ein richtiges "The Beach"-Feeling eingestellt. Wir sind auf dem ganzen Weg nur einem einzigen Paar und ein paar Makaken begegnet und konnten ganz in Ruhe die Naturschönheit inklusive zweier natürlicher kleiner Pools genießen.

 

Zudem besucht haben wir einen Aussichtspunkt in der Nähe des Seganing Wasserfalls und den Kelingking Beach, zum Angels Billabong und dem Broken Beach haben wir es leider aufgrund eines kleinen Rollercrashs (hat uns ganze 3€ gekostet) nicht geschafft.

 

Nusa Penida sieht uns auf jeden Fall wieder!

 

Uluwatu Area

 

Bingin Beach

 

Die letzten Tage haben wir an einem der Surferstrände auf der Bukit-Halbinsel verbracht, dem Bingin Beach.

 

Unsere Unterkunft, das The Inn Possible, ist direkt am Strand gelegen und ist deshalb, wie alle anderen Homestays und Hotels mit direkter Strandlage, nur über eine lange und steile Treppe zu erreichen gewesen.

 

Der in eine traumhafte Kulisse eingebettete Strand ist immer noch ein kleiner Geheimtipp, entsprechend ruhig geht es dort zu. Es gibt eine Handvoll kleiner Hotels, zwei Restaurants, die ihr Essen am Abend direkt am Strand servieren und eine zurückgelehnte Atmosphäre, in der wir uns sehr wohl gefühlt haben.

 

Uluwatu Tempel

 

Der Pura Luhur Uluwatu gehört zu den imposantesten Sehenswürdigkeiten der gesamten Insel und ist wahrscheinlich der Touristenmagnet auf der südlichen Halbinsel. Er liegt oberhalb einer 70 m hohen Steilklippe und gehört zu den bedeutendsten Tempeln Balis, er gilt als einer der spirituellen Pfeiler der Insel.

 

Besonders am Abend machen sich viele Reisende und Touristen aus aller Welt auf den Weg zu diesem imposanten Tempel, denn täglich gegen 6.00 Uhr findet pünktlich zum Sonnenuntergang der Kecak-Tanz statt, eine Aufführung, die speziell für Touristen gemacht wird, nichts desto trotz aber sehr sehenswert ist, besonders vor der besonderen Kulisse, die den Tempel umgibt.

 

Rund um den Uluwatu Tempel tummeln sich mehrere hundert kleine Affen, die den Tempel vor schlechten Einflüssen schützen sollen und unter besonderem Schutz stehen. Allerdings können die kleinen Schutzengel auch schnell zu diebischen Teufeln werden, denn Sonnenbrillen, Hüte und Wasserflaschen sind besonders beliebt bei den frechen Makaken.

 

Tipp: Packt alle losen Gegenstände und eure Brillen gut ein, schaut den Quälgeistern nicht direkt in die Augen und zeigt eure Zähne nach Möglichkeit nicht, denn das kann recht schnell als Provokation empfunden werden.

 

Nyang Nyang Beach

 

Der Nyang Nyang Beach gehört wohl du den best behütetsten Geheimnissen Balis. Dieser Traumstand an der Südküste der Halbinsel ist kaum jemandem bekannt und wenn man früh dran ist, fühlt man sich glatt wie Robinson Crusoe, gestrandet auf einer einsamen Insel.

 

Wenn man Glück hat, wie wir an diesem Tag, hat man den Strand für eine Weile ganz für sich alleine, was wahrscheinlich daran liegt, dass man den Strand nur über einen steilen und rutschigen Weg erreichen kann. Der Strand ist zweigeteilt, bei Ebbe kann man von der einen Seite zur anderen laufen.

 

Tipp: Nehmt euch genug zu trinken und eventuell etwas zu essen mit, dann könnt ihr einen ganz entspannten Tag an einem der schönsten Strände der Gegend verbringen.

 

Gunung Batur

 

Der Gunung Batur (1.717 m) ist ein aktiver Schichtvulkan im Norden Balis und der zweitgrößte nach dem Gunung Agung (3.031 m), der letzte kleine Ausbruch liegt 17 Jahre zurück.

 

Unsere nächtliche Tour auf den Vulkan war eine spontane Entscheidung, weswegen wir absolut nicht passend ausgerüstet waren, aber auch in Jogginghose und völlig ungeigneten Schuhen haben wir es geschafft wohlbehalten oben anzukommen. 

 

Aus vulkannahen Regionen, wie z.B. Ubud, startet die Tour in der Regel gegen 2.00 Uhr nachts mit der Abholung an der Unterkunft. Angekommen am Fuß des Vulkanmassivs geht es dann zusammen mit einem Guide je nach Weg und körperlicher Fitness 1 1/2 bis 2 Stunden den Vulkan hoch bis zur Spitze des Kraters. Der Weg ist teilweise rutschig und hart aber lohnenswert, der Ausblick auf den Sonnenaufgang hinter dem Gunung Agung entschädigt für alle Anstrengungen. 

 

Für uns war diese Tour ein ganz besonderes Erlebnis und wir können sie jedem, der körperlich nicht eingeschränkt ist wärmstens empfehlen - der Blick wird euch umhauen!

 


Reiseführer-Empfehlungen für Bali:

Der große Guide von Lonely Planet, wenn ihr mehr über die Hintergründe der Kultur und die Natur erfahren möchtet

Diesen Reiseführer hatten wir selbst dabei, gute Recherche, verschafft einen guten Überblick und HIntergrundwissen 

Sehr kompakter Reiseführer mit allen wichtigen Infos, auch zu den Gilis und Lombol

Tipps zu abwechslungsreichen Aktivitäten und noch unbekannten Spots auf der ganzen Insel



Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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Kommentare: 1
  • #1

    Alina Wazniki (Sonntag, 12 November 2017 12:49)

    Nach Bali wollen wir auch nächstes Jahr, danke für die vielen Tipps. Sieht ja echt toll aus, das mit den Gilis überlegen wir uns wohl nochmal....

    Der Sonnenaufgang auf dem Vulkan sieht ja super schön aus, vielleicht kriege ich meinen Freund dazu überredet.

    Liebe Grüße

    Alina