Bella Italia!

Den Gardasee kannten wir vor unserem Besuch nur aus Erzählungen und ohne dagewesen zu sein hatten wir ein ziemlich langweiliges Bild im Kopf.

 

Als wir unseren Italien-Trip planten, haben wir aber so viel positives über diese abwechslungsreiche Gegend gelesen und wurde irgendwie neugierig, auch die Nähe zu Verona war ein Faktor, weswegen wir uns schlussendlich für eine Woche Gardasee entschieden haben.

 

Wir haben in einer Woche den südlichen Teil des Gardasees besucht und haben einen Abstecher in die wunderschöne Stadt von Romeo und Julia gemacht.

 

Umgebung

 

Der Gardasee (Lago di Garda) liegt im Norden Italiens, zwischen den Alpen und der Po-Ebene. Geprägt ist die Gegend durch den Kontrast von imposantem Bergland und den mediterranen malerischen Dörfern am Ufer des Sees. Der See ist 52 km lang und wird in einen nördlichen eher bergigen Teil und den südlichen mediterranen Teil aufgeteilt.

 

Am einfachsten ist der Gardasee per Zug oder mit dem Auto zu erreichen, von Deutschland aus passiert man dabei Österreich und den berühmten Brenner. Wir selbst sind mit dem Auto angereist, während der Hauptsaison ist mit größeren Staus auf den österreichischen Pässen und dem Brenner zu rechnen.

 

(Alternative: Route durch die Schweiz)

 

Land und Leute

 

Wir wurden am Gardasee von der wahnsinnig herzlichen B&B-Besitzerin Christina empfangen, dank der wir uns sofort willkommen gefühlt haben, ihr B&B Villa Filotea in Desenzano del Garda können wir euch sehr empfehlen! 


Das beste Erlebnis am Gardasee war ein Besuch eines Weinfestes, bei dem wir die einzigen Touristen waren - auch ohne ein einziges Wort Italienisch haben wir uns wohlgefühlt und das, obwohl niemand ein Wort Englisch oder Deutsch gesprochen hat.

 

Was Freundlichkeit angeht, haben wir in Italien aber auch negative Erfahrungen gemacht, oft wirkten die Bedienungen in den Restaurants genervt und sind wenig auf die Gäste eingegangen. 

 

Aber nirgends haben wir so gut gegessen wie hier und die Weinauswahl kann sich auch sehen lassen!

Desenzano del Garda

 

Desenzano del Garda ist die größte Stadt im Süden des Gardasees. Rund um Desenzano gibt es wirklich schöne Plätze um schwimmen zu gehen und eine schöne ursprüngliche Innenstadt mit sehr guten und vor allem bezahlbaren Restaurants, das Essen in Italien ist generell sehr teuer.

 

Wir waren die ganze Woche mit Fahrrädern unterwegs, die wir uns kostenlos in unserem B&B ausleihen durften, wenn ihr die Möglichkeit habt, solltet ihr sie auf jeden Fall nutzen, wir konnten viele schöne Ecken rund um die Stadt finden.

 

Von Desenzano aus hat man die Möglichkeit per Schiff die umliegenden und sehenswerten Orte wie Lazise, Bardolino und Sirmione zu erkunden, solltet ihr dies in Erwägung ziehen, holt euch am Besten direkt morgens die Tickets, sonst heißt es anstehen!

 

Desenzano verfügt auch über einen Bahnhof, von dem aus es möglich ist, Verona und Venedig zu besuchen, allerdings sind die Züge oft so überladen, dass es nicht einmal die Möglichkeit gibt, überhaupt noch einzusteigen. Als Alternative können wir euch die Busverbindung nach Verona empfehlen.

 

Bardolino

 

Bardolino ist auf jeden Fall einen Besuch wert, berühmt ist dieses kleine ehemalige Fischerdorf  für seinen Rotwein - Unbedingt probieren!

 

Sirmione

 

Sirmione ist so malerisch, dass es einem vorkommt, als wär die Kulisse künstlich erzeugt worden und diesen Eindruck wird man irgendwie auch nicht los.

 

Die Wasserburg sollte man sich von innen und von oben ansehen, man hat hier die schönste Aussicht. Der Ort ist so gut besucht, dass es fast unmöglich ist, sich hier mit dem Auto fortzubewegen.

 

Die Grotten des Catull sind eine bekannte Sehenswürdigkeit, bestehen aus den Ruinen einer alten römischen Villa und befinden sich am nördlichen Ende der Halbinsel von Sirmione, wir haben sie nur vom Wasser aus gesehen.

 

Auch wenn die Touristenmassen nur so durch diesen Ort strömen, was wirklich nerven kann, sollte man sich einen Besuch nicht entgehen lassen!

 

Verona

 

Wer kennt Sie nicht? - Die Geschichte von Romeo und Julia, die sich der Legende nach in Verona abgespielt haben soll.

 

Natürlich wollten wir uns einen Trip in diese Stadt nicht entgehen lassen - Für uns hat dieser allerdings damit angefangen, dass wir nachdem wir über 1 1/2 Stunden am Bahnschalter in Desenzano standen, den ersten Zug nach Verona verpasst hatten und auch den zweiten Zug eine Stunde später nicht nehmen konnten, weil das Bahnpersonal die Türen des Zugs vor unserer Nase wegen Überfüllung geschlossen hat! 

 

Wir waren sichtlich genervt, nachdem uns bereits der halbe Tag verloren gegangen ist, das Bahnpersonal keinerlei Verständnis hatte und haben uns dann entschieden, den nächsten Bus zu nehmen.

 

Angekommen in Verona war der ganze Ärger aber längst wieder vergessen, die Stadt hat so viel Charme und Flair, wir wären gerne länger als einen Tag geblieben.

 

Unbedingt besuchen solltet ihr auf jeden Fall den Vorhof des Hauses der Julia samt des berühmten Balkons, sparen könnt ihr euch aber den Eintritt für das Haus an sich, dort gibt es absolut nichts interessantes zu sehen.

 

Solltet ihr wie viele andere Paare ein "Liebesschloss" an einem der Gitter auf dem Hof anbringen wollen, besorgt ihr euch ein solches am besten im Vorfeld, in Verona selbst wird das nur zu horrenden Preisen angeboten.

 


Reiseführer-Empfehlungen für den Gardasee:

Ein Überblick über ganz Italien, mit Routenvorschlägen und Erlebnistouren

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Für die zweite oder dritte Reise an den Gardasee mit außergewöhnlichen Tipps und Orten



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Kommentare: 1
  • #1

    Astrid (Donnerstag, 21 September 2017 16:26)

    Ach ja Italien, so schön! Malcesine ist auch eine tolle Stadt, wenn ihr mal wieder da seid, solltet ihr unbedingt einen Ausflug dorthin machen!