Bella Italia!

Von Desenzano del Garda aus ging es in unserer zweiten Woche Italien an den Golfo de Poeti und die Cinque Terre.

 

Umgebung

Der Golf von La Spezia, oder auch Golfo dei Poeti (Golf der Poeten) liegt im östlichen Teil der Region Ligurien.

 

Die Stadt La Spezia an sich ist relativ hässlich und der Golf dient der italienischen Marine als Standpunkt des Hauptarsenals, wirklich schön wird es hier ab dem kleinen Örtchen Fezzano.

 

Wir hatten uns im Vorfeld eine Ferienwohnung direkt an dem kleinen Hafen von Fezzano gemietet, von dort aus haben wir unsere Entdeckungstour durch die umliegende Gegend gestartet. Direkt vor dem Haus ist ein kleiner Schiffsanleger, mehrmals am Tag hat man die Möglichkeit, ins schöne Portovenere überzusetzen, was ich euch wirklich empfehlen kann, parken wird in der Hauptsaison zur Tortour. Auch die Fahrt mit dem Bus ist eine gute und schnelle Alternative (ca. 10 Minuten).

 

Die Cinque Terre kann man ab Portovenere ebenfalls gut per Schiff erkunden, man hat die Möglichkeit zu jeder Zeit an allen Orten aus- und wieder einzusteigen. Wir haben alle fünf Orte an einem Tag besucht, solltet ihr genügend Zeit mitbringen, würden wir euch raten, die Tour auf zwei Tage aufzuteilen.


Fezzano

 

Fezzano ist ein kleines Örtchen am Golf von La Spezia mit nur 950 Einwohnern und sehr wenig Tourismus, was uns besonders gut gefallen hat, wir hatten den Eindruck die einzigen Reisenden in diesem Dorf zu sein.

 

Wir wurden hier herzlich vom Besitzer unser kleinen sehr liebevoll restaurierten Wohnung empfangen und direkt in die Kunst des "il dolce far niente" (süßen Nichtstuns) eingewiesen. Nach einem Glas Wein am Mittag konnte die zweite Woche Urlaub starten.

 

Portovenere

 

Portovenere befindet sich an der Spitze der Landzunge des Golfes und gehört zusammen mit der Cinque Terre zum Weltkulturerbe der UNESCO.

 

Einen so schönen Ort habe ich selten gesehen, wir persönlich fanden ihn sogar schöner als die berühmten "fünf Länder" (Cinque Terre), allerdings sind die Preise für Essen und Trinken auch saftig.

 

Palmaria

 

Palmaria ist eine Portovenere vorgelagerte Insel und bildet mit den Mini-Inseln Tino und Tinetto ein kleines Archipel, welches ebenfalls UNSESCO-Weltklturerbe ist.

 

Die unbewohnte Insel eignet sich gut zum schwimmen und zum wandern, auf der Insel befinden sich einige historische Bauten, auf dem höchsten Punkt steht ein Gefängnisbau aus dem 19. Jahrhundert und auf der ganzen Insel kann man verschiedene Bunker aus dem zweiten Weltkrieg finden.

 

An der größten Liege- und Badestelle hat man einen unglaublich schönen Blick auf Portovenere und die Meerenge zu Palmaria.

 

Cinque Terre

 

Die Cinque Terre ist ein 12 Kilometer langer Küstenstreifen an der italienischen Riviera und ist als Nationalpark geschützt.

 

Es gibt fünf kleine Geländeabschnitte, die in die schroffe Bergkette hineinragen und in denen die fünf Orte Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare liegen.

 

Jeder Ort für sich hat seine eigenen Besonderheiten und jedes Dorf ist absolut sehenswert.

 

Wir haben unsere Tour mit dem Boot gemacht, für Wanderer gibt es aber auch Wanderwege, die die einzelnen Orte miteinander verbinden, hier muss man sich aber immer aktuell informieren, da einzelne Wege gesperrt sein können.

 

Pisa 

 

Da die Studentenstadt Pisa nur ca. eine Autostunde entfernt liegt, wollten wir uns ein Foto vor dem berühmten schiefen Turm von Pisa natürlich nicht entgehen lassen.

 

Pisa an sich ist relativ unspektakulär und leicht zu erreichen, das Parken in unmittelbarer Nähe war auch kein Problem, allerdings lauern hier überall Männer, die Parkeinweiser spielen und dafür eine "Belohnung" erwarten.

 

Nach dem Entrichten des "Lohns" ist man aber schnell am Ziel und steht vor einem der berühmtesten Gebäude Europas und ca. 500 - 600 Touristen aus aller Welt, die auf ein möglichst perfektes oder lustiges Foto hinarbeiten, alleine dieser Anblick war die Reise wert.

 

Der Platz "Piazza dei Miracoli" und die beiden Gebäude "Torre pendente di Pisa" und "Dom Santa Maria Assunta" wirken irgendwie unwirklich und durch den weißen Carrara-Marmor wie aus Pappmaché, der Platz ist  völlig überlaufen, der Rest der Stadt wirkt dafür sehr ruhig und untouristisch.

 

Wenn man in der Nähe ist, lohnt sich ein Abstecher auf jeden Fall, für einen Städte-Trip würde ich aber eine andere italienische Stadt wählen.

 

Auf dem Rückweg haben wir einen langen schönen Sandstrand bei Lerici besucht, was eine angenehme Abwechslung zu den bisherigen Kieselstränden war.

 


Reiseführer-Empfehlungen für den Golfo dei Poeti und die Cinque Terre:

Ein Überblick über ganz Italien, mit Routenvorschlägen und Erlebnistouren

kompakt und gut., wie man es von Marco Polo gewohnt ist.

EIn etwas detaillierterer Reiseführer für das individuelle Reisen an der ligurischen Küste.

Praktisch, wenn Ihr einen Roadtrip von Deutschland aus plant, mit Tirol, Venedig, Ligurien und weiteren Highlights



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Kommentare: 1
  • #1

    Astrid (Donnerstag, 21 September 2017)

    Die Cinque Terre ist auch eins meiner Ziele, die ich noch bereisen will. Danke für den Eindruck und die guten Tipps!