As-salamu alaykum!

Marokko - Ein Traum aus 1000 und einer Nacht oder doch ein Albtraum in Sachen Kulturschock?

 

Nachdem wir einige Blogs gelesen und Vlogs gesehen hatten, haben wir uns entschieden, selbst nach der Antwort auf diese Frage zu suchen und haben Flüge nach Marrakesch gebucht.

 

Nach unserer Reise können wir diese Frage immer noch nicht klar beantworten. Wir sind in eine vollkommen fremde Kultur eingetaucht, haben wunderschöne beeindruckende Landschaften durchfahren, viele nette und gastfreundliche Marokkaner kennengelernt, aber auch unschöne Momente erlebt.

 

Wir sind glücklich, diese Erfahrungen gemacht zu haben, sind wahnsinnig beeindruckt von der Schönheit des Landes, der Vielfältigkeit und der Gastfreundschaft auf dem Land, sind aber auch ein bisschen erschrocken über die Aufdringlichkeit und teilweise sogar aggressive Haltung einiger weniger Menschen.

 

Dennoch, wir würden jedem empfehlen, in dieses eindrucksvolle Land zu reisen. Es wird euch so oder so umhauen!

 

Wir haben das Land auf eigene Faust mit dem Mietwagen bereist, die grobe Route vorab geplant, auf dem Roadtrip aber immer spontan entschieden wohin und wolang es geht.

 

Geschlafen haben wir in Hostels und Riads, gegessen haben wir auf Märkten und in günstigen Restaurants, zwischendurch haben wir uns auch mal selbst versorgt.

 


"Ohne Blinker durch Marokko - 1.500 Kilometer pure Spannung" - So oder so ähnlich könnte der Titel unserer Reise lauten, denn leider mussten wir wirklich ohne einen funktionierenden Blinker durchs Land, wir haben den kleinen Fehler an unserem Gefährt erst bemerkt, als es schon zu spät war. In einem Land mit tausenden Kreiseln und ständigen Polizeikontrollen irgendwie suboptimal, aber hey, wir haben es wohlbehalten wieder zurück zum Startpunkt geschafft.

 

Mietwagenbuchung

 

Was gibt es bei einer Mietwagenbuchung zu beachten?

 

Grundsätzlich könnt ihr ruhig die niedrigste Fahrzeugkategorie mieten, wir hatten zwar nicht besonders viel Glück mit unserer Klapperkiste, können uns aber auch nicht beschweren. Wenn ihr es gerne etwas komfortabler hättet, empfehlen wir euch die Anmietung eines Jeeps oder SUVs, damit seid ihr schneller, aber auch deutlich teuerer unterwegs. 

 

Wir nutzen zur Buchung eigentlich immer Billiger Mietwagen und haben bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, achtet nur darauf, beim Versicherungsschutz die Variante ohne Selbstbeteiligung zu wählen, sonst kann es schnell passieren, dass ihr wegen eines Kratzers oder einer Beule, die nicht einmal von euch sein muss, auf den Kosten sitzenbleibt.

 

Ganz wichtig: Bei der Übergabe den Mietwagen genaustens checken und Bilder machen!

 

Straßenverhältnisse

 

Die Straßenverhältnisse sind grundsätzlich nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Es gibt wenige Autobahnverbindungen, wie zum Beispiel zwischen Marrakesch und Casablanca, es wird momentan aber überall im Land saniert und gebaut, momentan sind die Straßen aber oft noch relativ uneben, sodass man immer etwas mehr Zeit einplanen sollte, als Google Maps oder ähnliche Seiten und Apps ausweisen.

 

Mit einem Kleinwagen war es recht abenteuerlich, aber durchaus machbar, besonders die Fahrt über den Hohen Atlas war anstrengend, wie auch spannend und landschaftlich wunderschön. Hier und da können allerdings tiefe Schlaglöcher oder enge Passagen auf euch warten, Also immer die Augen offen halten, dann sollte nichts schief gehen.

 

Je nach Jahreszeit sollte auch beachtet werden, dass auf dem Hohen Atlas, auf fast 4.000 m, schon mal Schnee liegen kann, Winterreifen gibt es natürlich keine, solltet ihr im Winter unterwegs sein, informiert euch über eventuelle Schneeverwehungen oder Sperrungen.

 

Routenplanung

 

Eure Route könnt ihr ganz individuell anhand eurer Wunschziele planen, beachtet jedoch immer die großen Entfernungen und schaut, ob eure Route über die Gebirge führt, denn dann kann es vorkommen, dass ihr einige Stunden später als geplant ankommt.

 

Wir haben unsere beabsichtigte Route unterwegs mehrfach verändert, wir waren 10 Tage unterwegs, um zwischendurch auch mal etwas entspannen zu können, würden wir beim nächsten Mal aber eher 14 Tage einplanen.

 

Insgesamt haben wir auf dieser Strecke ca. 1.500 Kilometer zurückgelegt.

 

Polizeikontrollen

 

Polizeikontrollen sind in Marokko überall Gang und Gebe, sei es im Atlasgebirge oder in der Wüste, überall wo gefahren werden kann, wird auch kontrolliert. Ihr solltet die Geschwindigkeitsbegrenzungen immer einhalten und nicht bei einer durchgestrichenen Linie überholen, auch wenn die Straße komplett einzusehen ist, das hat uns nämlich 200 Dirham gekostet, wobei man uns zuerst 400 Dirham abknöpfen wollte.

 

Grundsätzlich solltet ihr in solchen Situationen immer nach einem Beleg fragen, entweder lässt man euch dann ohne Strafe weiterfahren oder zumindest wird sie geschmälert, auch wenn dies bedeutet, dass das Geld in die private Tasche des Polizisten wandern kann. 

 

In der Regel werden europäische Touristen aber erst gar nicht angehalten und freundlich durchgewunken.

Umgebung

 

Der Süden Marokkos ist geprägt von hohen Bergen, alten Kasbahs und unendlich weiten und trockenen Landschaften. Im Südosten des Landes beginnt die Sahara, die größe Trockenwüste der Erde, fährt man hingegen in den äußersten Westen, gelangt man an die Atlantikküste Marokkos, die umgeben von grünen Berglandschaften und durch einen oft rauen Wind geprägt ist.

 

Der größte Touristenort ist Agadir, hier liegt auch der bedeutendste Hafen Südmarokkos, größte und bekannteste Stadt der Gegend ist Marrakesch.

 

Land und Leute

 

Etwa 45% der Bevölkerung Marokkos sind Berber, die meist als sesshafte Bauern leben, die wenigsten ziehen heute noch als Nomaden umher, im Süden des Landes kommt dies allerdings noch viel öfter vor als im Norden.

 

Etwa 44% aller Bewohner sind arabischstämmig, der Großteil dieser Gruppe lebt im Norden des Landes, besonders die alte Königstadt Fés ist arabisch geprägt.

 

Die von uns bereiste Gegend, einschließlich Marrakesch und der Küste, ist vorwiegend von Berbern bevölkert.

 

Als Berber werden die indigenen Einwohner der sogenannten Maghrebstaaten bezeichnet. Grundsätzliche Amtssprachen sind arabisch (marokkanisches arabisch) und französisch, in der Bevölkerung werden aber auch mehrere Berbersprachen gesprochen.

 

Die Marokkaner sind ein sehr gastfreundliches und traditionsbewusstes Volk, grundsätzlich wird man überall freundlich empfangen, in den entlegeneren Gegenden oder in sehr touristischen Ecken kann es aber durchaus auch zu ablehnendem oder aufdringlichem Verhalten kommen. Der Tourismus ist eine sehr wichtige Einnahmequelle, der wie überall Fluch und Segen zugleich ist.

 

Mehr dazu findet ihr in unseren Verhaltenstipps für Marokko. (coming soon)

Ankunft in Marrakesch

 

Marrakesch, "die rote Stadt" oder auch "Perle des Südens" ist das Zentrum des südlichen Marokko und zählt neben Fés, Meknés und Rabat zu den vier Königsstädten.

 

Der Name selbst gilt als Grundlage für die Benennung des Landes an sich, In Marrakesch leben ca. 1 Mio. Menschen.

 

Marrakesch wartet mit vielen bekannten Sehenswürdigkeiten auf, hierzu zählen die Koutoubia-Moschee, die weltbekannt und ständiger Orientierungspunkt der Medina ist, die Medrasa Ben Youssef, eine der ältesten Koranschulen Marokkos (die während unseres Besuchs leider wegen Renovierung geschlossen war), der Djemaa el Fna, der "Platz der Geköpften" mit Schlangenbeschwörern, Geschichtenerzählern und unzähligen Ständen und Restaurants oder auch der Jardin Majorelle in der Neustadt.

 

Alles absolut sehenswert, wir haben auf einen Besuch des Jardin Majorelle verzichtet, haben dafür aber noch ein paar kleine alternative Tipps für euch:

 

1. Bahia Palast

 

Befindet sich in der südlichen Medina, ist ein farbenfroher Palast, der erahnen lässt, wie prachtvoll dort früher gehaust wurde, on top eignet sich der Palast für tolle Fotos und Entspannung in den zugehörigen Gärten.

 

2. Maison de la Photographie

 

Ein tolles Fotomuseum, das eine Reise in die Vergangenheit Marokkos ermöglicht. Hier findet ihr mehr als 800 historische Fotografien, die das Leben in den letzten zwei Jahrhunderten widerspiegeln, nicht nur bei Regen ein absoluter Lieblingsplatz.

 

3. Palast El Badi

 

Der Palast El Badi ist eine der einst größten und prachtvollsten Palastanlagen der Stadt,  Das Bild ist geprägt von Storchennestern und massiven Mauern, besonders bei gutem Wetter habt ihr eine tolle Aussicht auf die Medina und die Koutoubia Moschee.

 

 

Die größte und interessanteste Sehenswürdigkeit sind aber nach wie vor die Souks, die großen Märkte in der Medina, lasst euch einfach treiben - aber das Handeln nicht vergessen, es sind immer mindestens 50% Preisnachlass drin!

 

Noch ein Tipp wenn es dunkel wird: Am besten haltet ihr euch nach Anbruch der Dunkelheit nur noch in den belebten Gassen, auf dem Djemaa el Fna und euren Riads/Hostels auf, das soll euch keine Angst machen, ist aber auf jeden Fall sicherer.

 

Der Djemaa el Fna verwandelt sich abends in ein riesiges "Freiluftrestaurant", das Essen auf dem Marktplatz ist nicht besonders günstig aber gut, solltet ihr bereits gegessen haben, lauft nicht unbedingt mitten durch die Menge, die Mitarbeiter der verschiedenen Stände sind sehr aufdringlich und können auch teilweise dezent aggressiv werden, wenn ihr deren Aufforderung zum Platznehmen an ihrem Stand ignoriert. Ansonsten ist das Treiben am Abend aber interessant und der Platz sicher.

Über den Hohen Atlas nach AÏt-Ben-Haddou

 

Nach gut eineinhalb Tagen Marrakesch haben wir unseren vorab gebuchten Mietwagen abgeholt und sind in Richtung Atlas Gebirge gestartet. Unser erster Stop: AÏt-Ben-Haddou

 

Der kleine Ort könnte einigen von euch sicher aus Game of Thrones oder einigen Film wie "Die Bibel", "Die Mumie" und "Prince of Persia" bekannt vorkommen. In der nächstgrößeren Stadt Ouarzazarte (ca. 30 km entfernt) befinden sich die Atlas Filmstudios, diese sind das Zentrum der marokkanischen Filmindustrie, aber auch Hollywoodstars haben sich hier schon einige Male blicken lassen.

 

Die befestigte Stadt (Ksar) AÏt-Ben-Haddou liegt am Fuße des Atlas Gebirges und wird größtenteils von Berbern des Ben-Haddou-Stammes bewohnt, sie besteht aus mehreren verwinkelten und miteinander verbauten "Wohnburgen" aus Lehm.

 

1970 wurde die Stadt für den Dreh des Filmes "Jesus von Nazareth" restauriert, ein neuer Anlauf wurde dann in den Jahren 2000 bis 2015 unternommen, heute ist der Ort in einem recht guten Zustand und mehr als sehenswert. Hier trefft ihr in jedem Fall auf einen Traum aus 1000 und einer Nacht.

 

Wenn ihr ankommt, gibt es mehrere Alternativen, in den Ortskern zu gelangen. Vor den Stadtmauern fließt ein meist relativ ausgetrockneter Fluss, über den es mehrere Möglichkeiten gibt, auf die andere Seite zu kommen. Ein kostenloser und offizieller Eingang befindet sich auf der linken Seite, hier gibt es eine fest installierte Fußgängerbrücke und auf der ganz rechten Seit könnt ihr ebenfalls ohne Eintritt die Stadt betreten, hier gibt es einen offiziellen Fußweg ohne den Fluss überqueren zu müssen..

 

Zwischen diesen beiden haben Einheimische Wege aus Sandsäcken über das Wasser gelegt, solltet ihr diese wählen wollen, habt immer eine kleine Münze dabei, denn die Kinder werden euch auf jeden Fall am anderen Ende mit offenen Händen erwarten.

 

Zusätzlich gibt es dann noch einige inoffizielle Pfade in das Dorf hinein, diese befinden sich irgendwo zwischen den Haupteingängen, hier müsst ihr dann auch eine kleine Spende für den Eintritt aufbringen, umgerechnet ca. 1 €.

 

Für den Besuch dieser tollen Kulisse genügt ein Tag mit eventueller Übernachtung, man kann AÏt-Ben-Haddou aber auch gut als Zwischenhalt ohne Schlafmöglichkeit einbauen.

 

Die ganze Gegend um AÏt Ben Haddou herum ist sehr schön, wir haben im Nachbarort Tamedakhte in einem wirklich wunderschönen Riad übernachtet, das obendrein noch das beste Essen unser Reise serviert hat.

Dadés-Schlucht (Gorges du Dadés)

 

Nächster Halt: Dadés Schlucht. 

 

Ca. 2 1/2 Stunden von AÏt-Ben-Haddou entfernt liegt eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Marokkos - Die Dadés Schlucht zwischen dem Hohen Atlas und der Djebel-Sarhro-Gebirgskette.

 

In der eher wüstenhaften Region gibt es aufgrund des Flusses Dades, der Namensgeber dieser Schlucht ist, viele grüne Flecken inmitten der vielen alten Festungsanlagen (Kasbahs) und sonst eher trockenen Gegend.

 

Hier ist es etwas farbenfroher als im Rest des Landes, im Hintergrund liegt der oft verschneite Atlas, das rote Gestein steht im Kontrast zu den Palmehainen und bewachsenen Schluchten, während der Fahrt sieht man immer wieder imposante alte Kasbahs.

 

Die Ausblicke entlang der Schlucht sind wahnsinnig beeindruckend, eine kleine Wanderung lohnt immer und es gibt eine Menge toller Riads und Hotels längs der Straße, die zur und durch die Schlucht führt.

 

Übernachtet haben wir in Tinghir, weil es bereits am nächsten Tag in die Wüste gehen sollte. Tinghir an sich ist nicht besonders sehenswert, eher eine zweckmäßige Stadt, das Hostel können wir aber uneingeschränkt empfehlen.

Merzouga - Ab in die Wüste

 

Darauf haben wir uns schon lange gefreut, endlich ab in die Wüste. Wer hat sie noch nicht gesehen, die wunderschönen Bilder von unendlichen Sanddünen, Sonnenauf- und untergängen über den Dünenkämmen.

 

Merzouga liegt am Fuß des Erg Chebbi, einer auslaufenden Sanddüne der Sahara-Wüste, der größten Trockenwüste der Erde. 

 

Die Sahara ist größtenteils eine Stein- oder Felswüste, die Sandwüste macht nur ungefähr 20% der gesamten Größe aus, die Wüstenfläche der Sahara ist 26 mal so groß wie Deutschland.

 

Merzouga ist eine recht moderne Stadt, die vom Tourismus lebt und wo man verstanden hat, wie man gutes Geld verdienen kann. Hier werden überall Touren mit Übernachtung angeboten, man kann Quads mieten oder sich mit Jeeps in die Dünen fahren lassen.

 

Wir haben vor Ort eine Tour mit Übernachtung im Wüstencamp gebucht, bei der man mit Dromedaren ca. 1 1/2 bis 2 Stunden zum Camp reitet, welches sich auf der anderen Seite der Düne befindet. 

 

Der Ausblick auf die Dünen und die Karawanen, die sich durch den Sand bewegen war wirklich eines der Highlights unserer Reise, etwas schade ist allerdings, dass das Camp nicht so richtig inmitten in der Wüste liegt, wie man es sich anfänglich vorstellt. Liegt wahrscheinlich aber daran, dass eine Bewirtschaftung am Rande der Dünen viel einfacher ist.

 

Am Abend gibt es ein Abendessen im Camp, zudem Livemusik und ein Lagerfeuer, am Morgen bekommt man ein Frühstück, bevor es dann auf dem Rücken der Dromedare wieder Richtung Merzouga geht.

 

Der Sternenhimmel über den Sanddünen war der schönste, den wir bisher gesehen haben, lauft raus in die Dünen und schaut ihn euch an.

 

Wir hatten einen wirklich tollen Abend, haben interessante und nette Menschen kennengelernt, wie Christian von Travelingbird (den wir in Essaouira wiedergetroffen  haben), es gab tolle Gespräche, einen superschönen Sonnenuntergang und sogar einen abgetrennten Bereich für zwei im Zeltcamp.

 

Wir haben den Weg von Marrakesch nach Merzouga mit zwei Übernachtungen auf dem Weg zurückgelegt und fanden dies schon relativ stressig, von Marrakesch aus werden auch über einige Anbieter entsprechende Bustouren angeboten, dann müsst ihr aber davon ausgehen, mindestens jeweils 9 bis 10 Stunden am Stück pro Strecke im Bus zu sitzen. 

 

Ein Trip in die Wüste lohnt sich in jedem Fall, empfehlen können wir euch die Anreise auf eigene Faust, die Bilder sprechen für sich.

Agdz

 

Eigentlich wollten wir nach der Wüste wieder zurück über den Hohen Atlas in Richtung Küste, haben uns während der Reise aber anders entschieden und haben nach ca. 4 Stunden Fahrt Rast eingelegt, wie geschaffen dafür erschien uns Agdz., eine Oasenstadt im Drâa-Tal, deren Name übersetzt nämlich so viel wie "Rastplatz" bedeutet, aussprechen können wir den Namen aber leider immer noch nicht.

 

Der Ort liegt an einem üppigen Palmenhain, zu sehen gibt es ansonsten nicht viel, wir haben uns hier entspannt und die Batterien für die Weiterfahrt nach Taghazout wieder aufgeladen.

 

Geschlafen haben wir in einer super schönen Unterkunft mit Pool, die von einem Franzosen betrieben wird und die wir euch wärmstens ans Herz legen können - Das Dar Sofar

Taghazout

 

Taghazout ist ein ehemaliges Fischerdorf am Atlantik und das Surfermekka Marokkos. 

 

Es ist von Anfängerwellen bis hin zu anspruchsvollen Surfspots alles dabei, es gibt günstige Unterkünfte, Bretter und Neoprenanzüge könnt ihr in den Hostels oder direkt am Strand ausleihen.

 

Noch ist die Stimmung zurückgelehnt, der Ort ist überschaulich, die meisten Restaurants chillig und relativ günstig, aber leider mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass auch hier gerade der Weg für den Massentourismus geebnet wird.

 

Am ehemals langen und super schönen Sandstrand am Rande des Ortes wird momentan kräftig gebaut, überall stehen Baukräne, halbfertige Hotelanlagen und es türmen sich Schutt und Stein., der Ort an sich ist aber immer noch ruhig und ursprünglich und fährt man Richtung Norden gibt es noch einige schöne unbebaute Surferstrände.

 

Wir haben uns super wohl gefühlt, haben gut gegessen, das Meer genossen und die Surfer beobachtet. Unsere Unterkunft war einfach aber gut, liegt im Ortskern und verfügt über eine tolle Dachterasse.

 

Also: Auf nach Taghazout bevor die Touristenmassen kommen.

Imsouane

 

In Imsouane Bay gibt es eine der längsten Wellen Afrikas, der kleine Küstenort erfreut sich höchster Beliebtheit bei Surfern und hat ein gewisses "Hippie-Flair".

 

Der Strand ist toll, man kann gut entspannen und es gibt einige Restaurants und kleine Shops, sonst gibt es nicht viel zu sagen, für einen Stop oder Tagesausflug bietet sich der Ort an, man hat einen wunderschönen Ausblick aufs Meer und das Umland.

Essaouira - Die Stadt des WIndes

 

Essaouira ist bekannt für seine Medina, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, sowie für den starken Wind, der die Stadt zu einem beliebten Reiseziel für Windsurfer aus aller Welt macht.

 

Die Stadt des Windes, oder auch Mogador, so haben sie die Portugiesen genannt, diente ebenso wie AÏt-Ben-Haddou bereits mehreren FIlmen und auch Game of Thrones als Kulisse, zu Recht, die Altstadt ist wirklich super schön, die Medina weitläufiger als in den großen Städten und der Hafen mit Möwen und Fischerbooten sehenswert.

 

Wir haben zwei Tage hier verbracht, sind durch die Stadt geschlendert, haben gut gegessen und sind kurz vor unserer Abreise noch einmal nach Diabat, den kleinen Ort neben Essaouira, in dem sich einst Jimmy Hendrix niedergelassen hat, gefahren.

 

Von dort aus kann man durch die Dünen wandern und bei gutem Wetter baden, der kilometerlange Strand ist so gut wie unbebaut.

 

Wir haben Essaouira als Abschluss unserer Reise sehr genossen, unser Riad war sicher und lag in der Hauptsraße der Medina, die in der Nacht glücklicherweise recht ruhig war. 

Fazit

 

Mit einem eindeutigen Fazit zu Marokko als Reiseland tun wir uns etwas schwer. Die Landschaft Marokkos ist grandios, das Essen gut, die Preise für Übernachtungen günstig und man wird von der Vielfältigkeit und all den Eindrücken regelrecht umgehauen. Meist im positiven, gelegentlich aber auch im negativen.

 

Wir haben die meisten Marokkaner als freundlich und gastfreundlich kennengelernt, besonders in Marrakesch haben wir uns in eigenen Situationen aber auch sehr unwohl gefühlt. 

 

Marokko ist in jedem Fall nichts für schwache Nerven, der Kulturschock ist zu Beginn trotz Vorbereitung nicht ohne, das Land aber wunderschön und wenn man sich darauf einlässt, kann ein Trip nach Marokko ein tolles Abenteuer werden und die Begegnungen mit Einheimischen und anderen Reisenden ein mega Erlebnis.


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