Bom dia!

Portugal - Wow - wow- wow!

 

Als wir die Flüge nach Faro gebucht haben, hatten wir keine großen Vorstellungen, was uns erwarten würde. Natürlich hatten wir uns informiert, einen Reiseführer gelesen und wusste, dass wir wahrscheinlich einige schöne Strände und Städtchen entdecken können und dass uns, aufgrund unserer "must-sees", in der Woche sicher nicht langweilig werden würde.

 

Wir wurden in jeder Hinsicht mehr als positiv überrascht - Ein tolles B&B, malerische Strände, tolle Altstädte und unfassbar gutes Essen!

 

Umgebung

 

Die Algarve ist die südlichste Region Kontinentalportugals und liegt am südwestlichsten Zipfel der iberischen Halbinsel. Sie teilt sich in drei Abschnitte auf:

  • Barlavento auch "Felsenalgarve" 
  • Sotavento auch "Sandalgarve" 
  • Westküste auch "Costa Vicentina"

 

Der internationale Flughafen von Faro ist in ca. 3 Stunden von Deutschland aus zu erreichen und wird u.a. auch von Ryanair angeflogen.

 

Land und Leute

 

Wir haben die Portugiesen als offen, freundlich, geduldig und bodenständig kennengelernt, überall wurde gut Englisch gesprochen und wir wurden sehr gastfreundlich empfangen. Ein paar Wörter portugiesisch zu können schadet aber nicht und kommt bei den Algarvios gut an.

 

Der Alltag an der Algarve ist ruhig, Geduld und Gelassenheit sind gefragt, man lebt langsamer und zufriedener.


Kultur

 

Der Name Algarve leitet sich vom arabischen "Al-Gharb" ab, was soviel wie "Land im Westen" bedeutet. Arabische Einflüsse kann man auch Jahrhunderte nach der Eroberung durch die Mauren noch feststellen, sei es in den riesigen Festungsanlagen, den arabisch beeinflussten Gerichten oder ganz einfach an der Herkunft der Städtenamen wie Aljezur (Al-Juzur) oder Albufeira (Al-Buhaira).

 

In jedem Ort der Algarve kann man die Fliesenkunst der Azulejos bestaunen, wie die bemalten Keramikfliesen genannt werden, die Kirchen, Häuserfassaden und Denkmäler kleiden und verzieren. Auch dieser Name leitet sich aus dem arabischen ab und bedeutet "kleiner polierter Stein"

Casa Azul Oasis

 

Zuerst möchten wir euch unser B&B vorstellen, in dem wir für eine Woche zu Gast sein durften.

 

Das B&B befindet sich zwischen Lagoa und Carvoeiro, sehr ruhig und versteckt gelegen und ist perfekt, um von dort aus die gesamte Region zu erkunden. Ein Mietwagen wird hier auf jeden Fall benötigt und ist für eine Reise an die Algarve auch dringend anzuraten.

 

Der Gastgeber Goran ist Schwede, spricht sehr gut Englisch und kümmert sich jederzeit um alle Wünsche und das Wohl seiner Gäste. Willkommener hätten wir uns nicht fühlen können und möchten euch diese Unterkunft nur wärmstens ans Herz legen.

 

Praia do Carvalho und Praia de Benagil 

 

Diese zwei Strände befinden sich im Barlavento, mit dem Auto nur ein paar Minuten von Lagos bzw. Carvoeiro entfernt und wenn man früh dran ist (so gegen 10 - 11 Uhr) hat man keine Probleme, einen Parkplatz zu finden.

 

Wir haben beim Praia do Carvalho geparkt und sind dann später über den Wanderweg zum Praia de Benagil gelaufen, um uns dort die Umgebung rund um diese wunderschönen Strände anzusehen, was wir absolut empfehlen können. Der Blick von oben auf die Buchten und die berühmten Benagil Caves ist jede Anstrengung wert.

 

Beide Strände sind gut zum schwimmen geeignet, für uns ist der Praia do Carvalho einer der schönsten Strände, die wir bisher gesehen haben, alleine der Weg dorthin ist besonders, die Bucht ist nur durch einen Tunnel im Fels zu erreichen.

 

Vom Praia de Benagil aus starten viele Bootstouren die Küste entlang, weswegen der Touristenstrom größer ist und der Strand sehr gut besucht ist, wenn man allerdings den Wanderweg Richtung Praia de Marinha entlangläuft, wird es entspannter und man hat einen wundervollen Blick auf eine einsame Bucht, die allerdings nur über den Wasserweg zu erreichen ist.

 

Praia de Marinha

 

Dieser Strand liegt östlich des Praia de Benagil und ist einer der bekanntesten Strände Portugals. Durch seine vielen prägnanten Felsformationen und die steilen Hänge ist er eins der Aushängeschilder der Algarve.

 

Der Strand ist zweigeteilt und durch einen Fels getrennt, bei hohem Wasserstand muss man durchs Wasser laufen, um auf die andere Seite zu gelangen.

 

Wir persönlich fanden diesen Strand zwar sehr schön und spektakulär aber er war uns zu voll und viel zu laut, ich denke, man sollte ihn aber zumindest einmal von oben gesehen haben oder ihn in der Nebensaison besuchen.

 

Ferragudo

 

Ferragudo ist eine kleine Stadt am Mündungsgebiet des Flusses Arade, sie liegt gegenüber der bekannten Stadt Portimão zum offenen Meer hin.

 

Es gibt hier einige sehr gute Restaurants und eine sehenswerte Altstadt, solltet Ihr in der Hauptsaison dort sein, reserviert euch vorher einen Tisch, hier ist abends einiges los.

 

In Ferragudo haben wir auch ein Unternehmen gefunden, mit dem man guten Gewissens zum Dolphin-Watching fahren kann und dabei einiges geboten bekommt. Bei Wildwatch Algarve arbeiten Meeresbiologen, denen der Schutz der Tiere sehr am Herzen liegt. Wir haben uns zu jederzeit sicher und gut aufgehoben gefühlt und können diese Tour ohne Einschränkung empfehlen. Es war ein tolles Erlebnis, zumal wir beide zuvor noch nie Delfine gesehen hatten.

 

Ein weiterer Tipp ist das Restaurant Le Paradis, das in Ferragudo Richtung Carvoeiro liegt, man kommt als Gast und geht als Freund, so zumindest fühlt es sich an.

 

Lagos, Ponta de Piedade und Praia do Camilo

 

Lagos ist eine große Hafenstadt mit einer tollen Altstadt und liegt ca. 30 km östliche vom Cabo de São Vicente. 

 

Die Ponta de Piedade ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und die Spitze einer langen Landzunge, die in den Atlantik ragt. Hier hat sich eine Landschaft aus Grotten, Felsformationen, Tunneln und Höhlen gebildet, die ihr euch unbedingt ansehen solltet.

 

Nach unserem Besuch haben wir noch den spektakulären Praia do Camilo besucht, schwimmen war hier allerdings echt schwer, weil die Wellen einem ständig den Sand unter den Füßen wegziehen, sehen muss man diesen Strand unserer Meinung nach aber unbedingt!

 

Cabo de São Vicente und Fortaleza de Sagres

 

Das Cabo de Saõ Vicente und die Fortaleza de Sagres sind die zwei meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Algarve.

 

Einen Kilometer außerhalb von Sagres befindet sich eine große Befestigungsanlage, die Fortaleza de Sagres, von der man bei gutem Wetter eine tolle Sicht auf das Cabo de São Vicente und die umliegenden Buchten hat.

 

Die Anlage selbst fanden wir recht langweilig, der Eintritt hat sich nicht wirklich gelohnt, der Blick ist aber toll.

 

Der südwestlichste Punkt Kontinentaleuropas, das Cabo de São Vicente mit seinem schönen Leuchtturm und den atemberaubenden Klippen hat uns sehr beeindruckt, auch wenn der Andrang relativ hoch war. An manchen Tagen steigt die Gischt der an den Felsen zerschellenden Wellen über die bis zu 70m hohen Felsen hinaus - Der Ausblick ist aber bei jedem Wetter unschlagbar!

 

Die Westküste

 

Vom Südwestkap aus sind wir die Küstenstraße in Richtung Carrapateira hochgefahren und waren schon nach den ersten Kilometern so geflasht von der Landschaft, der Ruhe und der Natur, wenn man von der Südküste kommt, fühlt es sich an wie in einer anderen Welt.

 

Angehalten haben wir am Praia do Amado, einem sehr bekannten Surferstrand, an dem die Surfschulen der Region Ihre Kurse abhalten. Wir sind uns beide einig, dass wir zuvor noch nie an einem so schönen Strand waren - Solltet Ihr die Möglichkeit haben, verbringt hier einen Strandtag!

 

Abends zur Feier von Sandras Geburtstag waren wir dann oberhalb des Strandes im Sítio do Forno essen, der Ausblick und der Sonnenuntergang waren so schön, dass wir auf jeden Fall nochmal wiederkommen möchten.

 

Da wir gerne richtig surfen lernen möchten, waren wir einen Tag mit "The Surf Experience" am Praia da Cordoama, welcher etwas südlicher als der Praia do Amado liegt und auch wahnsinnig schön und bestens zum surfen geeignet ist.

 

Die Westküste hat uns so in seinen Bann gezogen, dass wir am Abreisetag noch einen halben Tag in Arrifana verbracht haben - Tolle Bucht - toller Ausblick!

 

Auf dem Rückweg Richtung Sagres hatten wir das beste Essen unseres Aufenthalts - haltet unbedingt am Gully Bistrot an und genießt das unfassbar gute italienische Essen.

 

Ilha da Culatra

 

Die Ilha da Culatra ist eine kleine bewohnte Insel, die Faro vorgelagert und Teil des Naturparks Ria Formosa ist. Auf der Düneninsel ist das Leben autofrei und erfrischend anders - Es gibt einige kleine Häuschen, die gemietet werden können, kein einziges Hotel und die zwei kleinen malerischen Orte Culatra und Farol.

 

Zu erreichen ist die Insel am Besten vom Fährhafen in Olhao aus, die Tickets können direkt vor Ort gekauft werden, eine Faht kostet um die 2€, das Übersetzen dauert ca. 40 Minuten.

 

Wir hatten teilweise das Gefühl die Insel ganz für uns alleine zu haben!

 

Weitere sehenswerte Spots:

  • Sandskulpturen-Festival in Fiesa (April bis Oktober)
  • Die Stadt Silves und deren Burganlage
  • Kapelle Nossa Senhora da Rocha
  • Samstagsmarkt in Loulé

Reiseführer-Empfehlung für die Algarve:

Diesen Reiseführer hatten wir selbst dabei und waren sehr zufrieden, besonders gut sind die "Insidertipps"

Die Reiseführerserie von Dumont hat eine moderne Aufmachung und verschafft einen guten Überblick.

Toller Reiseführer für individuelles Reisen. Selbst noch nicht getestet, hat aber ausschließlich gute Bewertungen.

Tolle Serie mit außergewöhnlichen Tipps und Orten, die eine schöne Alternative zum klassischen "Programm" sind.



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