Viva la vida!

 

Wir haben das Glück, dass Tims Eltern ein Ferienhaus in der Stadt Roses haben, weswegen wir bereits öfter die Möglichkeit hatten, diese schöne Gegend zu besuchen.

 

Umgebung

 

Roses selbst ist eine kleinere Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern am nördlichen Rand des Golfes von Roses,  170 km nördlich von Barcelona.

 

Am günstigsten erreicht man die nördliche Costa Brava über den internationalen Flughafen von Girona, der u.a. auch von Ryanair angeflogen wird.

 

Die Stadt liegt am Fuße der Pyrenäen und grenzt an das wunderschöne Naturschutzgebiet Cap de Creus.


Land und Leute 

 

Katalonien unterscheidet sich vom Rest Spaniens wahrscheinlich alleine dadurch, dass neben der spanischen Sprache auch die katalanische gesprochen wird und die Unabhängigkeit von Spanien von einem großen Bevölkerungsteil befürwortet wird. 

 

Offiziell spricht man Castellano, also Spanisch, und Catala, katalanisch. Beides sind amtlich anerkannte Sprachen und jeder Katalane spricht spanisch.

 

Die Katalanen sind ein sehr stolzes Volk, egal wo man sich in der Gegend bewegt, sieht man katalanische Flaggen von den Häusern wehen und ein wichtiger Teil des sozialen Lebens ist der Erhalt der alten Traditionen.

 

Hier wird kein Flamenco getanzt, sondern Sardana, Stierkampf ist per Gesetz verboten und die Souvenirs und Autoaufklebern zieren keine Stiere, sondern der katalanische Esel, burro oder ruc genannt.

 

Kultur

 

Zu jeder Zeit des Jahres kann man an der Costa Brava an Feierlichkeiten teilnehmen, die meist auf den großen Plätzen der jeweiligen Stadt stattfinden. Regelmäßig finden Märkte und Stadtfeste statt, die meisten allerdings in den Sommermonaten.

 

Essen und Trinken

 

Das katalanische Gericht schlechthin ist die Fideuá, die ähnlich wie Paella, aber mit Nudeln zubereitet wird. Beliebt sind zudem viele Varianten von Reisgerichten (Arros), aber auch gegrilltes Hühnchen erfreut sich besonderer Beliebtheit.

 

Das Beste an Katalonien ist aber die berühmte Nachspeise Créma Catalana!

 

Unsere absoluten Lieblingsrestaurants haben wir euch in der Karte eingezeichnet. 

 

Besonders bekannt ist Katalonien auch für seinen Cava, wer kein Liebhaber von Schaumweinen ist, kommt aber auch auf seine Kosten, es gibt gutes Bier, wie überall in Spanien, sehr guten Wein und natürlich auch eine riesige Auswahl an Sangria.

Barcelona

 

Wir waren schon so oft an der Costa Brava, haben es bisher aber nie nach Barcelona geschafft. Als in diesem Jahr (2018) dann endlich zum ersten Mal in dieser tollen Stadt waren, haben wir uns gefragt, warum nicht vorher?

 

Barcelona ist riesig aber wunderschön, total weitläufig und es gib so wahnsinnig viel zu sehen, dass wir auf jeden Fall noch einmal wiederkommen, dann aber mindestens für 2 Tage.

 

Wir waren im Park Güell (in dem Bereich, den man ohne EIntritt ansehen kann), am Port Vell, dem alten Hafen von Barcelona und im Stadtteil Barceloneta und Barri Gotic, alles sehr atmosphärisch und sehenswert. Wenn wir zurück nach Barcelona kommen, gibts auf jeden Fall einen viel detaillierteren Bericht.

 

Zwei Tipps die wir euch aber jetzt schon geben können:

 

1. Plant für euren Aufenthalt genug Zeit ein, die Sehenswürdigkeiten sind weit auseinander und das schönste an Barcelona ist die Stadt in Ruhe zu genießen und auf sich wirken zu lassen

II. Wenn Ihr den Park Güell und die Gebäude Gaudis besichtigen wollt, holt euch vorab eine Eintrittskarte im Internet, denn es gibt nur ein gewisses Kontingent an Besuchern, die den Park am Tag besuchen dürfen. Wir standen leider vor verschlossener Ticketkasse, aber auch der Bereich um den eigentlichen Park herum ist super sehenswert.

 

Girona

 

Wer an die Costa Brava will, landet hier, am Flughafen Girona, in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Dies ist aber nicht nur einen Ort zum Ankommen und Weiterfahren, sondern auch eine wunderschöne mittelalterliche Altstadt.

 

Diese ist sogar so beeindruckend, dass sie den Machern von "Game of Thrones" einige Zeit als Kulisse dienen durfte. Besonders charakteristisch sind die bunten Häuser am Fluss Onyar und die eindrucksvolle Kathedrale von Girona.

 

Solltet ihr im Mai in der Nähe sein, lohnt sich ein Besuch besonders, dann strahlt die ganze Stadt, es ist Zeit für "Temps de Flors", die Stadt verwandelt sich in ein Blumenmeer und man hat die Möglichkeit Orte zu sichten, die man sonst das ganze Jahr nicht besuchen kann, denn es öffnen überall Galerien und in der ganzen Stadt werden verschiedene Installationen ausgestellt.

 

Nehmt euch ungefähr einen Tag Zeit für Girona, es lohnt sich!

 

Roses

 

Roses ist ein am Rand der Pyrenäen gelegener Ort, der ideal ist, um ihn als Ausgangspunkt für die Entdeckung der Costa Brava zu nutzen.

 

Die Siedlungen reichen in die Berge hinein und umrahmen den schönen Stadtkern, der zum shoppen und essen gehen einlädt, ein Spaziergang an der Strandpromenade lohnt immer!

 

Zum schwimmen würde ich aber an einen der schönen Strände um die Stadt herum fahren, unser Lieblingsstrand ist der Strand von Almadrava.

 

Wenn ihr in Roses seid, besucht auf jeden Fall die Bodega Joan Albert in der Carrer Arquitecte Gaudi. Man kann sich einmal durch den ganzen Laden probieren und sich hinterher seinen Lieblingswein abfüllen lassen und das alles in einem wirklich schönen ursprünglichen Ambiente.

 

Wenn ihr genügend Zeit habt, solltet ihr in jedem Fall das Castell de la Trinitat in Roses gegen Abend besuchen, von dort aus habt ihr einen unglaublichen Blick auf die Bucht und die umliegende Gegend, von dort aus haben wir dieseb wunderschönen Sonnenuntergang fotografiert. Auch ein Besuch des Burginneren lohnt sich!

 

Cadaqués

 

Cadaqués ist ein kleines ehemaliges Fischerdorf auf der Halbinsel Cap de Creus und für uns der schönste Ort an der nördlichen Costa Brava.

 

Der malerische Ortskern mit seinen typischen weißen Häusern und engen Gassen ist auf jeden Fall einen Besuch wert. 

 

Von Roses zu erreichen ist Cadaqués durch eine Verbindung über die Pyrenäen, die Fahrt selbst lohnt sich ebenfalls, man hat überall die Möglichkeit anzuhalten und Bilder zu machen, der Blick auf die Küste ist unbeschreiblich.

 

 Cap de Creus

 

Das Cap de Creus bildet den östlichen Punkt der Iberischen Halbinsel und ist durch Erosionen und Tramuntana-Winde geprägt, wodurch bizzare Felsformationen entstanden sind.

 

Die Bilder sprechen für sich, am einfachsten erreicht man den Leuchtturm am Punkt Punta Cap de Creus mit dem Auto, es gibt genug Parkplätze und auch die Möglichkeit etwas zu essen, allerdings ist dies sehr teuer, ich würde euch empfehlen, lieber zu den Restaurants in den umliegenden Orten zu fahren.

 

Wir haben das Cap de Creus am Tag und auch am Abend besucht, im Hochsommer und im Februar und waren immer wieder restlos begeistert. Den schönsten Sonnenuntergang an der Costa Brava haben wir hier gesehen.

 

Haus von Salvador Dalí - Portlligat

 

In Portlligat kann man das ehemalige Haus von Salvador Dali geführt besichtigen. Wir sind auf dem Gebiet der Kunst nicht besonders bewandert, aber dieses Haus ist so skurill und wunderschön gelegen, dass wir es jedem empfehlen können, die Führungen werden in Spanisch, Französisch und Englisch, teilweise auch in Deutsch durchgeführt.

 

Haus von Gala Dalí - Púbol

 

Das Haus Salvador Dalís Frau Gala Dalí befindet sich etwas weiter im Inland, ist mit dem Auto in einer guten Stunde von Roses aus zu erreichen und auch absolut sehenswert.

 

Sant Pere de Rodes

 

Sant Pere de Rodes ist ein altes Bendektinerkloster, das bereits im Mittelalter ein beliebter Pilgerort war und überhalb von El Port de la Selva auf einer Höhe von 500 m über dem Meeresspiegel in die Pyrenäen gebaut wurde.

 

Um das Kloster ranken sich viele Geschichten und Mythen, so soll der Leichnam des heiligen Petrus oder seine Reliquien hier ruhen, so oder so, der Weg lohnt allemal, die Aussicht vom Kloster und besonders von der Burg Verdera ist atemberaubend schön.

 

Serpentinenartig schlängeln sich die Wege hinauf zu den Parkplätzen um das alte Kloster herum. Es gibt einen Wanderrundweg, der das an die Steilküste gebaute Kloster, eine weitere zugehörige Kirche und die Burg Verdera auf der Spitze des Berges miteinander verbindet. Starten könnt ihr von mehreren Punkten aus.

 

Das Kloster kann auch von Innen besichtigt werden, wenn ihr mehr Informationen sucht, schaut gerne mal auf der Seite von Katalonien Tourismus vorbei.

 

Ein Tipp: Zieht euch gute Schuhe an und nehmt genug zu trinken mit, die gesamte Wanderung dauert mit Stopps zwei bis drei Stunden. Wir waren leider nicht so gut ausgerüstet und sind in der Mittagssonne ohne Wasser losgelaufen, war nicht die allerbeste Idee.

 

Peratallada und Pals

 

Peratallada und Pals sind zwei mittelalterliche Orte in der Provinz Girona, die Stadtkerne sind so gut wie komplett erhalten, es gibt viele gute Restaurants und hier und da ein paar Souvenirläden. Peratallada ist der kleine und ruhigere Ort, Pals ist etwas touristischer. Beide laden zum schlendern und genießen ein und liegen in Küstennähe, man kann also direkt im Anschluss an den Strand und die Seele baumeln lassen.

 

Begur

 

Begur liegt etwas abseits der Küste und wird von einer alten Burg überragt, die Altstadt ist sehenswert und rund um die Stadt gibt es viele kleine Buchten, die besonders in der Nebensaison super schön zum baden sind.

 

Küstenstraße von Sant Feliu de Guixols nach Tossa de Mar

 

Wenn ihr an der Costa Brava seid, solltet ihr unbedingt die Küstenstraße zwischen Sant Feliu de Guixols nach Tossa de Mar abfahren. Der Weg ist eigentlich recht kurz, man braucht aber ungefähr eine Stunde, um die Strecke abzufahren, denn man schafft es kaum an einem Aussichtspunkt vorbei, ohne anzuhalten, die Aussichten sind einfach zu schön.

 

Überall entlang des Weges findet ihr traumhaft schöne Buchten mit klarem Wasser und leicht kiesigen, dafür aber sehr sauberen Stränden. Wenn ihr außerhalb der Hauptsaison unterwegs seid, habt ihr sogar die Chance, nur mit einer handvoll anderer Menschen am Strand zu sein.

 

Tossa de Mar

 

Vorweg: Tossa de Mar ist ein sehr touristischer Ort, das hatten wir irgendwie nicht so auf dem Schirm, bevor wir angekommen sind. Die größte Sehenswürdigkeit ist die wirklich sehr schöne Altstadt, allerdings ist diese in den Sommermonaten total überlaufen. Der Hauptstrand ist komplett mit Hotels zugebaut und ist alles andere als gemütlich und schön, wenn ihr aber eine Tour entlang der Küstenstraße macht, könnt ihr euch zumindest die tolle Altstadt Tossa de Mars ansehen, schwimmen solltet ihr dann lieber an einer der tollen Buchten in der Umgebung.

 

Unbedingt machen:

 

1. Feuerwerk anschauen! - Die Feuerwerke an der Costa Brava sind lang und spektakulär!

2. Ein Stadtfest besuchen! - In jeder Stadt an der Costa Brava ist einmal im Jahr ein Stadtfest - hier wird einiges geboten!

3. Olivenöl als Souvenir mitnehmen! - Das Olivenöl aus der Gegend ist unvergleichlich gut!

4. Mit dem Auto durch die Pyrenäen fahren! - Wahnsinnig schöne Aussicht!en


Reiseführer-Empfehlungen für Katalonien:

Sehr hilfreiche Tipps, gute Übersicht, aber die Visualisierung sollte überarbeitet werden.

Ausführlicher Reiseführer für individuelles Reisen an der Küste und im Umland.

Für euren Kurztrip nach Barcelona mit vielen Insidertipps

Für alles abseits der Touristenpfade, gute Ergänzung für längere Aufenthalte



Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0