Sawasdee!

Mit der Reise nach Thailand über den Jahreswechsel 2016/2017 ist für uns ein riesen Wunsch in Erfüllung gegangen. Wir beide hatten vorher noch nie Europa verlassen und haben uns deshalb aus Vorsicht für ein Pauschalangebot entschieden. Unser wichtigstes Auswahlkriterium war, dass das Hotel nicht in einem der Bettenbunker liegt und wir ein Stück "Wahres Thailand" kennenlernen können, sofern das möglich ist.

 

Nach langer Recherche haben wir uns dann für ein Hotel am Cape Panwa entschieden, an einem der ursprünglichen und ruhigeren Strände "Ao Yon".

 

Im Rückblick war das eine sehr gute Entscheidung, wir haben uns an diesem relativ abgelegenen Strand sehr wohl gefühlt und hatten die Möglichkeit, jeden Tag individuell Ausflüge auf die umliegenden Inseln oder zu den Sehenswürdigkeiten zu machen, ohne im Hotel eine der "Touren" zu buchen, das erfordert allerdings eine recht gute Planung im Vorfeld.

 

An den meisten Tagen unseres Aufenthaltes haben wir das Angebot wahrgenommen uns einen Roller an den Verleihen rund um das Hotel zu mieten, was völlig unproblematisch ablief, der Verkehr ist allerdings nicht zu unterschätzen und als unerfahrene Fahrer sollte man den Stadtverkehr auf jeden Fall meiden. Wir sind so gut wie täglich an einem Unfall mit beteiligten Touristen vorbeigefahren. In Thailand herrscht Helmpflicht, was die Einheimischen aber nicht aufhält, mit der ganzen Familie helmlos auf einem einzigen Roller über die Insel zu heizen. Als Tourist sollte man auf jeden Fall allein aus Sicherheitsgründen darauf achten, einen Helm zu tragen.

 

Wir haben an zwei Tagen lange Ausflüge mit einem Longtailboat samt Skipper gemacht, der mit uns auf die umliegenden teils unbewohnten Inseln übergesetzt ist - traumhaft schön und günstiger als Touren mit bekannten großen Anbietern!

 

An fast jedem Strand gibt es Angebote von einheimischen Longtailboat-Besitzern, die euch für 40€ - 60€ den ganzen Tag an die Orte bringen, die ihr sehen wollt.

 

Gegessen haben wir fast ausschließlich in kleinen Restaurants oder an Garküchen, vom äußeren Erscheinungsbild sollte man sich dabei nicht abschrecken lassen, Acht geben sollte man immer nur darauf, dass das Fleisch gut gegart wird. Wir haben keinerlei negative Erfahrungen mit dem Essen gemacht.

 

Ein kleiner Tip bezüglich der Restaurants: Lasst euch nicht von Taxifahrern überreden, euch auf deren Empfehlungen in ein Restaurant zu bringen, die Fahrer kassieren von den oft schlechten Restaurants Provisionen!

 

Insgesamt war die Reise trotz drei Tage andauerndem Monsunregen wunderschön und wir wären gerne noch weitergereist, beim nächsten Mal steht für uns dann auch auf jeden Fall Bangkok mit auf dem Programm.

Umgebung

 

Die Insel Phuket liegt in der Andamanensee im Süden Thailands und ist Thailands größte und wahrscheinlich touristischste Insel.

Die berühmten Strände sind überlaufen und haben von Ihrer Ursprünglichkeit leider nicht viel behalten, wenn man allerdings gut recherchiert, kann man noch einige wunderschöne und ruhige Orte finden.

 

Land und Leute

 

Thailand, das Land des Lächelns, warum das Land diesen Beinamen trägt, wird einem direkt bei der Ankunft klar. Auch wenn das Lächeln der Thais manchmal etwas aufgesetzt wirkt, kann man sich einer freundlichen und zuvorkommenden Behandlung überall sicher sein.

 

Das soziale Leben ist immer und überall geprägt durch den buddhistischen Glauben, auch wenn ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung Phukets aufgrund der geschichtlichen Vergangenheit der Insel muslimischen Glaubens ist, überall sieht man Geisterhäuschen, Opfergaben, in den Tempeln herrscht ein reges Treiben. 

 

Sicher haben wir uns die ganze Zeit über gefühlt, die einzigen mulmigen Momente hatten wir Roller fahrend auf den überfüllten Stadtstraßen und bei einem kleinen Sturm auf einem Boot mitten in der Phang Nga Bucht.

 

Tierschutz

 

Negativ aufgefallen ist uns der Umgang mit Tieren, besonders Elefanten, die auf Pick-Up-Ladeflächen transportiert werden oder in kleinen Gattern stehen, um für die Touristen als perfektes Fotomotiv zu dienen - Natürlich gegen Bezahlung.

 

Bitte geht nicht Elefantenreiten und bitte zahlt kein Geld um ein Foto mit einem der eingesperrten Elefanten zu machen! Besonders negativ aufgefallen ist uns dies auf dem Weg zum Big Buddha - das ist absolute Tierquälerei!

 

Auch das posieren mit angeketteten Affen spült ordentliches Geld in die Kassen der Thais, wie auch ein Besuch des Tiger Cave, den man aber unbedingt unterlassen sollte! - Hier werden Tiger unter Drogen gesetzt, damit die Touristen eins der beliebten Fotos neben einem Tiger sitzend oder liegend erhaschen können. Geworben wird zwar damit, dass es keine Anwendung von Betäubungsmitteln gibt, der normale Menschenverstand verbietet einem aber zu glauben, dass ein solches Raubtier freiwillig an Fotoshootings mit Menschen teilnimmt!

 

Alle Aktivitäten Tiere betreffend sollten daher gut überlegt sein.

Ao Yon Beach - Bandara Beach Hotel

 

Der Ao Yon Strand auf Phuket ist einer der noch ursprünglichen Strände auf Phuket und wird auch noch von einigen Einheimischen bewohnt, die um die zwei gebauten Hotels ein ganz normales Leben führen. Zwei Strandabschnitte werden durch einen Felsvorsprung getrennt, bei Ebbe kann man über die Felsen von einem zum anderen Strand laufen.

 

Das Hotel können wir empfehlen, zum Abendessen sollte man aber einen Ort weiter fahren oder in einem der wenigen umliegenden Restaurants essen.

 

Phuket Town

 

Phuket Town ist die Hauptstadt der Insel. Die Altstadt ist geprägt durch portugiesische Kolonial-Architektur, weil es hier eine große portugiesische Handelsniederlassung gab.

 

Phuket Town sollte am besten am Sonntagabend besucht werden, dann wird der berühmte Sunday Walking Street Market (Lard Yai) veranstaltet, es gibt viele kleine Essensstände mit super günstigem und überaus leckerem Essen, Souvenirstände und kleine Stände von Handwerkern, die ihre Produkte verkaufen.

 

Auch der Weekend-Market ist einen Besuch wert, er findet auf einer eigens dafür angelegten Fläche statt, es gibt mehrere hundert Stände mit Essen und Kleidung - besonders das Essen lohnt sich.

 

Ein sehr schöner Markt ist auch der Chillva Market, der sehr modern und alternativ ist, hier sieht man vor allem junge Thais, die hier den Abend verbringen.

 

Phuket Town - Trick Eye Museum

 

Aufgrund des leider drei Tage andauernden Monsunregens während unseres Aufenthalts waren die möglichen Aktivitäten auf einige wenige begrenzt. Im Hotel rumliegen ist nicht so unser Ding, weswegen wir uns entschieden haben, viel Zeit in den Tempeln und in Phuket Town zu verbringen, wobei wir auch das Trick Eye Museum besucht haben - bei schlechtem Wetter ein wirklich witziger Zeitvertreib.

 

Big Buddha

 

Der Big Buddha auf Phuket ist das neue Wahrzeichen Phukets und wirklich sehenswert. Der gesamte Bau wird durch Spendengelder und durch die Einnahmen aus den Verkäufen der Stände um den Big Buddha herum finanziert.

 

Die Aussicht vom Berg ist toll und in dem zugehörigen Tempel kann man sich, wenn man möchte, von einem Mönch "segnen" lassen.

 

Wat Chalong und andere Tempel

 

Der Wat Chalong ist der größte und bekannteste Tempel auf der Insel und ist sehr gut besucht und eindrucksvoll. Aber auch die anderen Tempelanlagen haben ihre Besonderheiten und können sich sehen lassen. Beim Besuch sollte man auf angemessene Kleidung achten, Hosen und Röcke, die die Knie verdecken und Oberteile, die die Schultern verdecken, geschwiegen werden muss aber nicht, in den Anlagen geht es sehr lebhaft zu.

 

Ko Lon und Ko Thanan

 

Ko Lon - eine wunderschöne unbewohnte Insel mit zwei naturbelassenen Stränden, wir haben diese Insel zwei mal besucht und waren fast die gesamte Zeit komplett alleine - und das zur Hauptsaison!

Ko Thanan - eine sehr kleine Insel ohne Strand, auf der nichts außer Natur und eine verlassene Bar zu finden sind - Auch hier waren wir alleine!

 

Ko He - Coral Island

     

Ko He, Coral Island, ist eine gut besuchte Insel, auf der es eine Tauchschule und einen guten gastronomischen Betrieb am Banana Beach gibt. Wir haben die Zeit dort sehr genossen, das vorgelagerte Riff bietet die Möglichkeit, die Unterwasserwelt rund um Phuket schnorchelnd oder tauchend kennenzulernen.

 

Auch wenn hier viele Pauschaltouristen stranden, haben wir uns dort  sehr wohlgefühlt.

 

Ko Maiton - Honeymoon Island

 

Ko Maiton ist eine Privatinsel und wird auch Honeymoon Island genannt, weil es auf dieser ansonsten unbewohnten Insel bis vor kurzer Zeit nur ein einziges Resort gab, das besondere Beliebtheit bei Paaren in den Flitterwochen erfuhr. Dieses Resort ist leerstehend und die wunderschöne Insel wird nur von einem Unternehmen per Speedboat angefahren. Man kann hier schnorcheln und schwimmen und wenn man Glück hat, sieht man sogar ein paar Delfine.

 

Phang Nga Bucht

 

Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von über 400 km² und ist aufgrund seiner bizzaren Felsformationen ein beliebtes Ziel.

 

Hier wurden einige Filme gedreht, wie beispielsweise der James Bond Film "Der Mann mit dem goldenen Colt", weswegen die Insel Khao Phing Kan auch "James Bond Island" genannt wird, wirklich sehenswert ist diese aber leider nicht. Die Menschen drängen sich durch die engen Wege, um dann vor dem bekannten James Bond Felsen ein Foto zu schießen und werden von Souvenir-Händlern bedrängt.

 

Viel interessanter ist die Insel Koh Panyee oder Ko Panyi,  ein kleines Fischerdorf auf Stelzen, in dem 200 muslimische Familien auf engstem Raum und fast ausschließlich auf Stelzen leben, der Besuch hinterlässt aber aufgrund der Lebenssituation der Menschen gemischte Gefühle.

 

Die Bucht an sich ist wunderschön und imposant, wir hatten leider nicht so gutes Wetter, ich bin aber sicher, dass eine Tour durch die Bucht bei Sonnenschein ein tolles Erlebnis ist!

 


Reiseführer-Empfehlungen für Phuket:

Der Länderguide für einen Gesamtüberblick und Wissenswertes über Kultur, Land und Leute

Wenn ihr Phuket auf eigene Faust entdecken wollt, findet ihr hier viele Insidertipps

Hier findet ihr auch Infos zu Ko Phi Phi und der gesamten Andamanenküste mit großer Karte

Für einen tieferen Einblick in die Kultur des Landes - das Thailand Handbuch



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